Fobi-Snacks II – Neuanfang

Neues Schuljahr, neues Glück. So oder so ähnlich dachte ich zu Beginn des neuen Jahres als es um die Planung der schulinternen Fortbildungen im Bereich der Digitalisierung ging.

Zu Beginn des vergangenen Schuljahres konnten wir sechs KollegInnen mit iPads ausstatten und starteten einen ersten Versuch, diese in Form von regelmäßigen kleinen Fortbildungen im Umgang mit den Tablets zu schulen. Wir einigten uns auf einen festen Termin pro Monat in der Mittagspause. Dieses Konzept scheiterte. Entweder konnten zu viele Kollegen an diesem Termin dann nicht oder er wurde vergessen oder oder oder. Das war frustrierend und so gar nicht das, was ich mir erhofft habe.

In diesem Jahr sollte es anders werden. Wir halten wöchentliche, einstündige Lehrerkonferenzen ab und hier sah ich die Chance, mich einzuklinken. Ich konnte meine Kollegen davon überzeugen, dass jeweils die letzten 10 Minuten der Konferenz für eine Mikro-Fortbildung zum Umgang mit dem iPad bereitgestellt werden.

So habe ich schon einmal alle Kollegen zusammen und die Termine sind ohnehin verpflichtend. Das löst schon einmal das Problem, dass ein zusätzlicher Termin gefunden werden muss, an dem alle, nein viele oder wenigstens ein paar kommen können.

Auf der einen Seite entsteht dadurch der Vorteil, dass wöchentlich eine kleine Fortbildung gehalten werden kann. Auf der anderen Seite entsteht hier der Nachteil, dass wöchentlich eine kleine Fortbildung gehalten werden muss. Es geht dabei nicht um das Finden von passenden Inhalten, denn davon gibt es mehr als genug. Vielmehr liegt hier die Herausforderung darin, ein Thema so aufzubereiten, dass es innerhalb der anberaumten 10 Minuten effektiv näher gebracht werden kann.

Zunächst habe ich mich auf die Basics beschränkt. Wie verbinde ich mein iPad mit dem Beamer, wie benutze ich mein Tablett als Ersatz für eine Dokumentenkamera mit zusätzlichen Featuers etc. Ich kann mir auch vorstellen, dass kurze App-Vorstellungen in so ein Format passen.

Vor allen Dingen erhoffe ich mir dadurch die kontinuierliche Beschäftigung mit dem Gerät sowie das Erzeugen von Neugier und Interesse. Ich weise auch stets darauf hin, dass ich zu jeder Zeit für weitere Fragen zur Verfügung stehe und meist sitze ich nach der eigentlichen Mikro-Fortbildung noch länger mit einzelnen Interessenten da und kläre oder zeige oder helfe, wo ich kann.

Bis jetzt funktioniert dieses Verfahren sehr gut, auch wenn ich natürlich darauf angewiesen bin, dass die allgemeine Konferenz relativ pünktlich endet. Selbstverständlich wünsche ich mir mehr Zeit für die Digitalisierung unserer Schule, aber auf diese Weise habe ich zehn Minuten mehr als bisher und das ist schon eine ganze Menge.

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